Die HASHIMOTO-Thyreoiditis - eine der häufigsten Autoimmunstörungen!

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Bei dieser Erkrankung kommt es infolge eines fehlgeleiteten Immunprozesses zur Zerstörung des Schilddrüsengewebes durch T-Lymphozyten. Darüber hinaus werden Antikörper gegen schilddrüsenspezifische Antigene gebildet. Diese Krankheit wurde nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto (1881-1934) benannt.

Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen des Menschen und die häufigste Ursache der primären Schilddrüsenunterfunktion. Die Häufigkeit wird mit etwa 8-10 % der Bevölkerung angegeben. Die Erkrankungshäufigkeit der mit einer Hashimoto-Thyreoiditis häufig einhergehenden Schilddrüsen-Unterfunktion in Westeuropa bei 1-2%; subklinische Verläufe sind jedoch häufiger und liegen im Bereich von 6-8%.

Frauen erkranken deutlich öfter als Männer (Verhältnis ca. 8:1 bis 10:1). Die Veranlagung für Hashimoto wird vererbt (d.h. es finden sich familiäre Häufungen), es kommt jedoch nicht zwangsläufig in jedem Fall zum Ausbruch der Krankheit. Bisherige Beobachtungen zeigen, dass die Hashimoto-Thyreoiditis häufig im Zusammenhang mit hormonellen Umstellungen (Pubertät, Entbindung, Wechseljahre), aber auch infolge von Belastungssituationen ausbrechen kann. Auch Störungen auf immunologischer Ebene durch Allergien oder Umweltfaktoren scheinen einen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf zu nehmen.