ACTH, Adrenokortikotropes Hormon:

ACTH regt die Nebenniere zur Ausschüttung von Cortisol an.

 

ADH, Adiuretin, antidiuretisches Hormon:

ADH spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Wasserhaushaltes, osmotischen Drucks und des Flüssigkeitsvolumens des Körpers.

 

Aldosteron:

Aldosteron wirkt vor allem auf die Niere. Es reguliert den Elektrolyt- und Wasserhaushalt im Körper. Es erhöht die Resorption von Natriumionen aus den Nieren, wodurch der Natriumspiegel im Blut erhöht wird. Die Ausscheidung von Kalium- und Wasserstoffionen wird gefördert. Dadurch sinkt der Kaliumspiegel im Blut. Gleichzeitig wird Wasser zurückgehalten. So hat Aldosteron auch Einfluß auf die Regulation des Blutvolumens und des Blutdrucks. Ähnlich wirkt Aldosteron auf den Wasser- und Ionentransport im Darm sowie in Schweiß- und Speicheldrüsen.

 

Cortisol:

Cortisol ist ein Glucocorticoid. Es baut Eiweiß in der Muskulatur, im Fettgewebe und der Haut. Abbau von Fett aus den peripheren Fettdepots (Lipolyse). Dadurch gelangen freie Fettsäuren ins Blut. Förderung der Gykogensynthese in der Leber. Erhöhung der Glukosekonzentration im Blut. Antientzündlicher Effekt bei Verletzungen. Immunsuppressiver Effekt durch Hemmung der Abwehrzellen. Antiallergischer Effekt durch die Hemmung der Entzündungsreaktionen, die bei einer Allergie auftreten.

 

Melatonin:

Melatonin ist ein schlafförderndes Hormon, das die sogenannte "innere Uhr" des Menschen reguliert. Es ist am Alterungsprozess des Körpers beteiligt.

 

Estradiol (E2) /Östrogene:

Östrogen ist ein Oberbegriff für die wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone, wie Estradiol, Estron und Estriol. Östrogene werden während der Reifephase in den Follikeln der Eierstöcke und in der Plazenta produziert und haben im weiblichen Körper verschieden Aufgaben. Insgesamt ist es das Hormon, das den größten Beitrag zur körperlichen und psychischen Entwicklung und Lebensgefühl jeder Frau leistet. Es ist u.a. an der Brustentwicklung, dem monatlichen Zyklus und Knochenaufbau beteiligt. Es sorgt für eine junge Haut und fördert deren Elastizität. Es ist wichtig für eine gute Libido und sorgt für das seelische Gleichgewicht. Natürliche Östrogene, sind identisch mit den Östrogenen, die in den Eierstöcken gebildet werden, dazu gehört z. B. 17ß-Östradiol.

 

Progesteron:

Ist ein weibliches Geschlechtshormon, das bei fruchtbaren Frauen in der zweiten Hälfte des Zyklus im Gelbkörper des Eierstocks gebildet wird und ist in dieser Phase das dominierende Hormon. Die Gebärmutter wird in dieser Phase auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Findet keine Befruchtung statt, bildet sich der Gelbkörper zurück. Dadurch fällt der Progesteron-Blutspiegel ab und es kommt zum Abbau der Gebärmutterschleimhaut, der Menstruation. Kommt es zu einer Schwangerschaft bereitet Progesteron die Brustdrüsen auf die Milchproduktion und -abgabe vor. Außerdem sorgt es während der Schwangerschaft für einem dauerhaften Anstieg der Basaltemperatur. Progesteron sorgt für das Wohlbefinden insbesondere in der zweiten Zyklushälfte.

 

Testosteron:

Testosteron zählt zur Gruppe der männlichen Geschlechtshormone. Auch bei Frauen wird in den Eierstöcken und in der Nebennierenrinde Testosteron in geringen Mengen produziert. Es steigert die Libido der Frau, führt aber bei einem Überschuss zu einer allgemeinen Vermännlichung (Virilisierung). Im männlichen Körper bewirkt Testosteron die Entwicklung der Geschlechtsorgane, die Ausbildung der Geschlechtsmerkmale (Behaarungs- und Fettverteilungsmuster, tiefe Stimme) und die Samenbildung. Im männlichen und im weiblichen Körper trägt Testosteron zum Wachstum der Knochen in der Entwicklungsphase bei, erhöht die Muskelmasse und senkt das Cholesterin im Blut.

 

DHEA:

Ist eine Vorstufe für verschiedene Hormone, sowohl männliche wie weibliche. Es wird zu etwa 90% in der Nebennierenrinde und zu 10% in den Eierstöcken produziert. Es ist für das allgemeine Wohlbefinden wichtig, verleiht Kraft und verbessert die Konzentration.

 

STH (Wachstumshormon):

STH beeinflusst alle anderen Hormonachsen quasi als Masterhormon. Es wirkt aufbauend vor allem an Muskeln, Knochen und Leber. Dies führt zu einer vermehrten Aufnahme von Aminosäuren. Es wirkt auf die Fettzellen lipolytisch und verbessert so den Fettabbau.

 

Serotonin:

Ein ausgeglichener bzw. leicht erhöhter Serotonin-Spiegel soll Wohlbefinden bzw. ein Gefühl der Zufriedenheit bewirken (weshalb Serotonin populär als "Glückshormon" bezeichnet wird). Darüberhinaus hat dieser Neurotransmitter einen Einfluß auf die Sexualität.

 

Pregnenolon:

Das Pregnenolon ist ein natürliches Hormon, das eine Rolle für das Gedächtnis, den Humor, die Streßbewältigung und die rheumatische Arthritis spielt.

 

Schilddrüse:

Diese lebenswichtigen Hormone wirken in fast allen Körperzellen und regen dort den Energiestoffwechsel an. Ihre allgemeine Wirkung besteht z. B. in einer Erhöhung des Pulses, des Blutdrucks, einer Gefäßerweiterung und einem Anstieg der Körpertemperatur. Sie sind an Wachstum und Differenzierung von Zellen beteiligt. Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen kann die unterschiedlichsten Beschwerden verursachen.