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Nur 2 Stunden Sport pro Woche...

Bereits zwei Stunden Sport in der Woche reduzieren nach einer Studie in der Women's Health Studie in Circulation (2007, doi:10.1161/CIRCULATIONAHA.107.729939) das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse. Die präventive Wirkung hängt dabei stark von anderen Risikofaktoren ab.


Bewegungsmangel ist ein wichtiger, aber nicht der einzige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Auch eine Hypertonie, Übergewicht, erhöhte Lipidwerte und der HämoglobinA1c-Wert (als Diabeteslangzeitmarker) begünstigen die Atherosklerose. Neben diesen traditionellen Risikofaktoren wurden in den letzten Jahren weitere Marker beschrieben. Dazu gehören die „neuen Lipide" wie Lipoprotein(a), Apolipoprotein A1 und Apolipoprotein B-100, Kreatinin, Homocystein sowie Entzündungs- und Hämostasemarker wie das „high-sensitivity" C-reaktive Protein, Fibrinogen oder lösliches ICAM-1 (intracellular adhesion molecule-1). Viele dieser Faktoren beschreiben genetische Risiken, die Herzinfarkt oder Schlaganfall begünstigen.


Genetische Faktoren beeinflussen die präventive Wirkung von Sport

Mitarbeiter der Harvard Medical School in Boston haben jetzt untersucht, ob genetische Faktoren die bekannte präventive Wirkung von Sport beeinflussen. Sie stützen sich dabei auf die Daten der Women's Health Study, an der über 27.000 Frauen im Alter von 45 bis 90 Jahren teilnahmen. Die randomisierte kontrollierte Studie untersuchte primär den Einfluss von Acetylsalicylsäure und Vitamin E.


Die Schwelle für eine präventive Wirkung ist niedrig ist.

Bereits ein zusätzlicher Verbrauch von 200 bis 599 kcal/Woche senkte das Risiko um 27 Prozent. Dies entspricht etwa 2 Stunden Sport mit mäßiger Intensität (schnelles Gehen) in der Woche.


Besser wären 600 bis 1.499 kcal/Woche, entsprechend 5 Stunden Sport, die das Risiko um 32 Prozent senkten.

Und bei Frauen, die sich mit mehr 1.500 kcal/Woche beim Sport verausgabten, sank das Risiko um 41 Prozent.


Diese Zahlen bestätigen die bekannte präventive Wirkung von Sport.

Neu ist hingegen, dass die anderen bekannten Risikofaktoren einen deutlichen Einfluss darauf haben, ob Sport eine präventive Wirkung erzielt.


Ein Drittel der präventiven Wirkung sportlicher Tätigkeit ist von Risikofaktoren abhängig

Nach der Analyse erklären sich 59 Prozent, also mehr als die Hälfte der präventiven Wirkung durch vermehrte sportliche Aktivität. S

Die präventive Wirkung von Sport hängt in etwa einem Drittel (33 Prozent) von weiteren Risikofaktoren ab.

Der Blutdruck ist mit etwa 27 Prozent beteiligt,

mit 19,1, Prozent die traditionellen Lipide 

und mit 15,5 Prozent die "neuen" Lipide (nicht modifizierbar).

Der Body-Mass-Index (10 Prozent, modifizierbar) und HämoglobinA1c/Diabetes (9 Prozent, modifizierbar) hatten einen geringeren Einfluss.


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