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Dr. med. Mario Krause - Praxis für funktionelle Medizin  
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Die HASHIMOTO-Thyreoiditis - eine der häufigsten Autoimmunstörungen!

Bei der Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse führt. Bei dieser Erkrankung kommt es infolge eines fehlgeleiteten Immunprozesses zur Zerstörung des Schilddrüsengewebes durch T-Lymphozyten. Darüber hinaus ist werden Antikörper gegen schilddrüsenspezifische Antigene gebildet. Diese Krankheit wurde nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto (1881-1934) benannt.


Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen des Menschen und die häufigste Ursache der primären Schilddrüsenunterfunktion. Die Häufigkeit wird mit etwa 8-10 % der Bevölkerung angegeben. Die Erkankungshäufigkeit der mit einer Hashimoto-Thyreoiditis häufig einhergehenden Schilddrüsen-Unterfunktion in Westeuropa bei 1-2%; subklinische Verläufe sind jedoch häufiger und liegen im Bereich von 6-8% .

Nach eigenen Erfahrungen werden aber viele Unterfunktionen nicht erkannt, da die Standard-Laboruntersuchungen wie fT3,fT4, TSH nicht mit den Beschwerden übereinstimmen. Wir favorisieren daher die 24h Sammelurin-Diagnostik mit dem Nachweis der freien Schilddrüsenhormone, um auch diese Fehlfunktionen aufzudecken.


Frauen erkranken deutlich öfter als Männer (Verhältnis ca. 8 : 1 bis 10 : 1). Die Veranlagung für Hashimoto wird vererbt (d.h. es finden sich familiäre Häufungen), es kommt jedoch nicht zwangsläufig in jedem Fall zum Ausbruch der Krankheit. Bisherige Beobachtungen zeigen, dass die Hashimoto-Thyreoiditis häufig im Zusammenhang mit hormonellen Umstellungen (Pubertät, Entbindung, Wechseljahre), aber auch infolge von Belastungssituationen ausbrechen kann. Auch Störungen auf immunologischer Ebene durch Allergien oder Umweltfaktoren scheinen einen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf zu nehmen.


Symptome (im Entzündungsstadium) bei Überfunktion

·Nervosität
·Reizbarkeit
·Ruhelosigkeit
·Zittern der Hände
·Schlafstörungen
·Schwitzen
·feuchtwarme Haut
·Heißhunger und Durst
·Gewichtsverlust trotz guten Appetits
·Störungen im Menstruationszyklus (unregelmäßige oder verstärkte Blutungen, Ausbleiben der Regelblutung)

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  • Viel häufiger: UNTERFUNKTION!

    ·Konzentrations- u. Gedächtnisstörungen
    ·Müdigkeit
    ·Niedrige Körpertemperatur
    ·Erhöhte Kälteempfindlichkeit
    ·Gelenkschmerzen
    ·Ödeme (Schwellungen an Lidern, Gesicht, Unterschenkel)
    ·Kloß im Hals, Druckgefühl am oder im Hals, Strangulationsgefühl
    ·Häufiges Räuspern und Hüsteln, heisere oder belegte Stimme (Stimmbandödem)
    ·Muskelschwäche
    ·Muskelverhärtungen
    ·Depressive Verstimmung
    ·keine Motivation
    ·kein Antrieb
    ·trockene, rissige Haut
    ·trockene Schleimhäute
    ·brüchige Haare und Fingernägel
    ·Gewichtszunahme
    ·Verdauungsstörungen
    ·verringerte Libido
    ·veränderter Zyklus (bei Frauen)

    Diagnostik

    Bei dieser Autoimmunerkrankung lassen sich meist Antikörper gegen Schilddrüsenspezifische Antigene nachweisen:
    TPO-AK (Antikörper gegen Thyreoperoxidase)
    TG-AK (Antikörper gegen Thyreoglobulin)
    Im weit überwiegenden Teil der Fälle sind die Anti-TPO erhöht (mit oder ohne Erhöhung der Anti-TG). Seltener sind nur die Anti-TG erhöht. Aber auch ohne Antikörpernachweis ist eine Hashimoto-Erkrankung möglich.

    Zur Beurteilung der Stoffwechslage der Schilddrüse werden folgende Werte routinemäßig bestimmt:
    ·TSH (Thyroidaea-Stimulierendes Hormon) ,
    ·fT3 (Triiodthyronin --> aktives Hormon der Schilddrüse, wird aus T4 gebildet
    ·fT4 (Levothyroxin = L-Thyroxin = Tetraiodthyronin = Tetrajodthyronin --> Hormon der

    Eine Schilddrüsendiagnostik, die sich ausschließlich auf den TSH stützt, ist zur Erkennung einer Hashimoto-Thyreoidis und auch zur Beurteilung der Stoffwechselsituation meist nicht aussagekräftig genug. Die klinischen Zeichen decken sich oft nicht mit diesen Parametern.
    Als klinisch sehr hilfreich hat sich der Nachweis von T3,T4 im 24 Stunden Sammelurin erwiesen. Hier zeigt sich oft eine erhebliche Diskrepanz zu den "normalen" Blutwerten. Diese Ergebnisse passen häufig besser zu den Beschwerden des Betroffenen.

    Oft ist die Bestimmung weiterer Hormonwerte erforderlich, hier insbesondere das freie Cortisol. Häufig ist dieser Wert bei Hashimoto-Patienten erniedrigt.

    Eine wichtige Untersuchung stellt die Ultrschall-Untersuchung der Schilddrüse dar. Das Ultraschallbild typischerweise inhomogen und echoarm und weist damit auf den laufenden Zerstörungssprozess hin. Auch die Größe der Schilddrüse kann im Sonogramm beurteilt werden.
    Da die hypertrophe Form dieser Erkrankung mit einer Struma einhergehen kann, sind Größen über ca. 20 ml (Frauen) bzw. ca. 28 ml (Männer) Gesamtvolumen (Hashimoto-Thyreoiditis i.e.S.) als auffällig anzusehen. Kleine Schilddrüsen mit einer Größe unter 8 ml (Frauen) bzw. 12 ml (Männer) sind hingegen typisch für die atrophische Verlaufsform. Die so genannte atrophische Verlaufsform mit schrumpfender Schilddrüse ist in Deutschland häufiger als die hypertrophe Form mit Kropfbildung (Struma).
    Eine Szinitgrafie kann in manchen Fällen sinnvoll sein.
    Eine endültige Bestätigung kann durch eine feingewebliche Untersuchung der Schilddrüse gewonnen werden.

    Therapie

    In den meisten Fällen überwiegt die Unterfunktion, da der Körper die notwendigen Hormonmengen nicht mehr in ausreichendem Mass selbst herstellen kann. Dies erfordert eine einschleichende und massgeschneiderte Hormonergänzung. Hierfür kommen verschiedene Schilddrüsen-Hormone zum Einsatz.

    ·Thyroxin (=T4, Levothyroxin)
    ·Kombination von T4 und T3
    ·Armour, das aus der Schilddrüse von Schweinen gewonnen wird.
    Die Blutwerte TSH, fT3 und fT4 und auch im 24 Stunden-Sammelurin sollten regelmäßig überprüft werden, da sich im Laufe der Erkrankung Veränderungen einstellen, die eine Dosisanpassung erfordern. Zusätzlich sollte die Schilddrüse alle 6-12 Monate durch eine Sonographie geprüft werden.

    Geduld! Bei der Behandlung ist sehr viel Geduld erforderlich. Je länger eine Unterfunktion andauert und je schwerer sie ist, umso langwieriger ist es in der Regel die optimale Einstellung zu finden.

    Neben der Substitution der Schilddrüsen-Hormone und der Gabe von Cortisol bei entsprechendem Defizit hat sich das Ausschalten von Nahrungsmittelallergien, Umweltbelastungen (Amalgam, Gold u.v.a.) und eine Vitamin-und Mineral-Ergänzung als hilfreich erwiesen. Das Vorgehen ist jedoch immer individuell!

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